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Notfallplan: Wirtschaftskrise mit Zusammenbruch der Versorgungssysteme
Definition
Eine Wirtschaftskrise mit Zusammenbruch der Versorgungssysteme bezeichnet eine tiefgreifende ökonomische Krise, die zur massiven Einschränkung oder zum vollständigen Ausfall grundlegender Versorgungsstrukturen wie Lebensmittel, Medikamente, Strom, Wasser und öffentlicher Dienstleistungen führt.
Gefahrenanalyse
Mögliche Risiken bei einer Wirtschaftskrise:
- Akuter Mangel an Lebensmitteln, Medikamenten und anderen lebenswichtigen Gütern
- Zusammenbruch der öffentlichen Infrastruktur (Transport, Kommunikation, Gesundheitssystem)
- Erhöhte Kriminalität und soziale Spannungen durch Versorgungsengpässe
- Wirtschaftliche Unsicherheit mit erheblichen finanziellen Folgen
- Psychische Belastungen aufgrund von Unsicherheit, Angst und Isolation
Sofortmaßnahmen-Katalog
- Sofortige Sicherstellung von Notfallvorräten (Lebensmittel, Trinkwasser, Medikamente)
- Zugang zu Bargeld gewährleisten, da elektronische Zahlungssysteme ausfallen könnten
- Sicherheit im persönlichen Umfeld erhöhen (z.B. Wohnung sichern, Nachbarschaftshilfe)
- Offizielle Nachrichten regelmäßig verfolgen (Radio, Warn-Apps, Internet)
- Reduzierung unnötiger Ausgaben und Schonung vorhandener Ressourcen
Erweiterte Maßnahmen
- Aufbau einer langfristigen Vorratshaltung (mindestens 14 Tage Vorräte)
- Alternativen zur öffentlichen Versorgung prüfen (z.B. Eigenanbau, dezentrale Stromversorgung, Tauschhandel)
- Bildung lokaler Gemeinschaften zur gegenseitigen Unterstützung und Sicherstellung der Grundversorgung
- Sicherung wichtiger Dokumente und Werte gegen Verlust oder Beschädigung
- Notfallplanung für medizinische Versorgung insbesondere chronisch Kranker
Checkliste zur Einschätzung der Flucht-Dringlichkeit
Mindestens 3 der folgenden Punkte müssen erfüllt sein, um eine Flucht zu erwägen:
- Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten lokal massiv eingeschränkt oder zusammengebrochen
- Sicherheitslage stark verschlechtert, erhöhte Gefahr durch Kriminalität
- Infrastruktur (Strom, Wasser, Kommunikation) langfristig ausgefallen oder instabil
- Offizielle Empfehlungen zur Evakuierung liegen vor
- Rettungskräfte und öffentliche Dienste nicht mehr verfügbar
- Soziale Unruhen nehmen stark zu
Einschätzung zur Flucht
Die Bewertung richtet sich nach der Lageeinschätzung anhand der Checkliste:
| Stufe | Beschreibung | Maßnahme |
|---|---|---|
| 0 | Kurzfristige Krise, lokale Versorgung noch intakt, Sicherheit gewährleistet. | Zuhause verbleiben, Schutzmaßnahmen und Vorräte optimieren. |
| 1 | Längerfristige Krise, beginnende Versorgungsausfälle, zunehmende Unsicherheit. | Flucht in stabilere, ländliche Gebiete im Inland (z.B. Wendland/Gorleben) |
| 2 | Schwere Krise mit langfristigem Versorgungsausfall, Infrastruktur stark beeinträchtigt. | Flucht in anderes EU-Land mit stabileren Verhältnissen |
| 3 | Nationale Notlage, totaler Zusammenbruch der Versorgungssysteme und öffentlichen Ordnung. | Flucht außerhalb der EU |