In stressigen Situationen greifen Körper und Geist oft auf ihren „Notfallmodus“ zurück. Das Herz schlägt schneller, die Atmung wird flach, wir fühlen uns unruhig oder angespannt. Ein gewisses Maß an Stress ist normal und kann uns sogar antreiben. Problematisch wird es jedoch, wenn Stress ständig präsent ist und keine Pausen für Erholung bleibt.
Kleine, wiederkehrende Entspannungseinheiten wirken oft Wunder, weil sie Deinem Gehirn signalisieren: „Alles okay, Du darfst jetzt loslassen.“
Eine der einfachsten Möglichkeiten, Dich schnell zu entspannen, liegt direkt unter Deiner Nase – Dein Atem. Wenn wir gestresst sind, neigen wir zu flacher, hastiger Atmung. Das verstärkt die innere Unruhe nur weiter.
Schon ein paar solcher Atemzüge können Dich spürbar beruhigen und Dir ein Gefühl von Stabilität geben.
Vielleicht sitzt Du gerade im Büro, stehst an der Supermarktkasse oder wartest im Auto auf jemanden. In solchen Situationen können Mini-Übungen schnell helfen, Dich wieder zu zentrieren:
Diese simplen Übungen lassen sich beinahe überall durchführen – und niemand bemerkt sie, wenn Du sie unauffällig praktizierst.
Ein weiterer Schlüssel zu mehr Gelassenheit ist Achtsamkeit – das heißt, im Hier und Jetzt anzukommen, anstatt gedanklich schon bei späteren Aufgaben oder Problemen zu sein.
Beim Zähneputzen, Essen oder Händewaschen: Nimm ganz genau wahr, wie die Zahnbürste sich anfühlt, wie das Essen schmeckt, wie das Wasser über Deine Hände fließt.
Multitasking erhöht in der Regel nur den Stress. Versuch stattdessen, Dich auf eine Sache zu konzentrieren und sie achtsam zu Ende zu bringen, bevor Du die nächste beginnst.
Nimm wahr, was gerade in Dir los ist, ohne es sofort zu bewerten oder ändern zu wollen. Manchmal löst schon das bloße Beobachten ein Stück Anspannung.
Wenn Du die Achtsamkeit in kleinen Portionen in Deinen Alltag integrierst, wirst Du erstaunt sein, wie viel ruhiger und klarer Du Dich fühlst.
Viele Menschen denken bei Meditation an stundenlanges Schweigen im Schneidersitz. Aber es geht viel kürzer und einfacher!
1. Mini-Meditation (2 Minuten)
2. Abendritual „Loslassen“
Diese Rituale geben Deinem Unterbewusstsein das Signal, dass nun Zeit zum Abschalten und Regenerieren ist.
Du siehst, es braucht gar nicht viel, um im hektischen Alltag ein bisschen Ruhe zu finden. Schon ein paar bewusste Atemzüge, ein kurzer Moment der Achtsamkeit oder eine kleine Fantasiereise können Dir helfen, Dich rundum wohler zu fühlen.
Entspannungsmomente sind wie kleine Oasen: Du kannst kurz anhalten, neue Kraft tanken und dann mit frischem Schwung weiterziehen. Ich hoffe, dieses Heftchen inspiriert Dich, öfters einmal ganz bewusst innezuhalten und auf Deinen Körper und Deine Seele zu hören.
Meine persönliche Meinung Ich finde, gerade in unserer schnelllebigen Welt ist es unglaublich wichtig, sich immer wieder daran zu erinnern, dass wir keine Maschinen sind. Wir sind Menschen mit Gefühlen, Bedürfnissen und jeder Menge Höhen und Tiefen. Ein wenig Selbstfürsorge kann Wunder wirken. Also nimm Dir ruhig die Zeit dafür, auch wenn es nur ein paar Atemzüge am Tag sind. Du hast es verdient!
(Viel Freude beim Üben und Entdecken!)