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Notfallplan: Atomschlag

Definition

Ein Atomschlag ist der gezielte Einsatz einer nuklearen Waffe, welcher massive Zerstörung, hohe Todeszahlen und langfristige radioaktive Kontamination verursacht. Dies stellt eine der schwerwiegendsten Krisensituationen mit weitreichenden Auswirkungen dar.

Gefahrenanalyse

Mögliche Risiken bei einem Atomschlag:

Sofortmaßnahmen-Katalog

  1. Sofort Schutzraum aufsuchen (optimal: Keller oder innenliegende Räume ohne Fenster)
  2. Fenster und Türen schließen, Lüftung abschalten, um Eindringen radioaktiver Partikel zu verhindern
  3. Einnahme von Jodtabletten nur auf ausdrückliche behördliche Anweisung
  4. Kontakte nach außen reduzieren, auf Rettungsdienste und offizielle Anweisungen warten
  5. Vorbereitete Vorräte (Lebensmittel, Wasser, Medikamente) nutzen, um im Schutzraum zu verbleiben

Erweiterte Maßnahmen

  1. Vorbereitung auf langfristigen Aufenthalt im Schutzraum (mindestens 14 Tage)
  2. Schutzkleidung, Atemschutzmasken und zusätzliche Vorräte bereithalten
  3. Sicherstellung alternativer Kommunikationsmittel (z.B. batteriebetriebenes Radio)
  4. Planung möglicher Evakuierungswege und sicherer Ausweichorte außerhalb der kontaminierten Gebiete
  5. Regelmäßiger Informationsaustausch mit Angehörigen und Nachbarn organisieren, sofern möglich

Checkliste zur Einschätzung der Flucht-Dringlichkeit

Mindestens 2 der folgenden Punkte müssen erfüllt sein, um eine Flucht zu erwägen:

  1. Offizielle behördliche Evakuierungsanordnung liegt vor
  2. Fallout-Bereich liegt im unmittelbaren Wohnumfeld
  3. Langfristige Versorgung und Infrastruktur völlig zusammengebrochen
  4. Strahlenwerte im Aufenthaltsbereich deutlich erhöht oder kritisch
  5. Rettungskräfte und Hilfsorganisationen überfordert oder nicht erreichbar

Einschätzung zur Flucht

Die Bewertung richtet sich nach der Lageeinschätzung anhand der Checkliste:

Stufe Beschreibung Maßnahme
0 Atomschlag weit entfernt, geringe lokale Auswirkungen, Strahlenwerte niedrig. Zuhause verbleiben, Schutzmaßnahmen intensivieren.
1 Erhöhte radioaktive Belastung in der Region, lokale Infrastruktur beeinträchtigt. Flucht in sichere, weniger betroffene Regionen innerhalb Deutschlands (z.B. Wendland/Gorleben falls nicht betroffen)
2 Schwerwiegender Atomschlag mit großflächigem Fallout und langfristiger Kontamination. Flucht in nicht betroffene Gebiete innerhalb der EU
3 Mehrere Atomschläge oder extrem schwere nationale Katastrophe, Zusammenbruch öffentlicher Ordnung und Versorgung. Flucht außerhalb der EU